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Irland im Hochsommer – lange Tage, leere Straßen und raue Küsten

Irland im Hochsommer – lange Tage, leere Straßen und raue Küsten Lesezeit: ca. 10 Minuten Wie sich Irland im Hochsommer verändert Licht, Wetter und lange Abende Warum die Westküste im Sommer anders wirkt Städte zwischen Pubmusik und Touristenbussen Praktische Tipps für Irland im Hochsommer FAQ zu Irland im Hochsommer Es war kurz vor 22 Uhr, irgendwo zwischen Louisburgh und Leenane, als die Sonne noch immer flach über dem Atlantik hing. Die Schafe standen direkt an der Straße, aus einem offenen Küchenfenster roch es nach Torffeuer und gebratenem Fisch. In Deutschland wäre um diese Uhrzeit längst Nacht gewesen. In Irland im Hochsommer beginnt dann oft erst der ruhige Teil des Tages. Viele reisen wegen der grünen Landschaft oder der bekannten Küstenstraßen nach Irland. Im Juli und August zeigt das Land aber eine andere Seite: heller, lebendiger, manchmal überraschend trocken – und gleichzeitig voller Gegensätze. Zwischen überfüllten Aussichtspunkten und völl...

Irland: Coddle – das unterschätzte Dubliner Eintopfgericht

  Irland: Coddle – das unterschätzte Dubliner Eintopfgericht Wer an irisches Essen denkt, hat meist zwei Gerichte im Kopf: Irish Stew mit Lamm und Guinness, oder vielleicht noch Shepherd’s Pie. Aber kaum jemand außerhalb Dublins spricht über Coddle . Ein Gericht, das keine Schönheitswettbewerbe gewinnt, aber jahrhundertelang Menschen satt gemacht hat. Einfach, nahrhaft, fast schon pragmatisch – genau das, was man in einer Stadt wie Dublin brauchte. Was ist Coddle überhaupt? Coddle ist ein traditioneller irischer Eintopf. Hauptzutaten: Würste, Speck, Kartoffeln und Zwiebeln. Klingt schlicht – und ist es auch. Die Zutaten werden in Schichten in einen Topf gelegt, mit Brühe oder einfach Wasser übergossen und langsam geschmort. Keine exotischen Gewürze, keine aufwendige Technik. Der Name „Coddle“ leitet sich übrigens vom englischen Verb to coddle ab – also „sanft köcheln“ oder „behutsam garen“. Und genau so entsteht dieses Gericht: Es wird stundenlang bei niedriger Hitze gegart, ...

Boxty – Irlands Kartoffelklassiker mit Charakter

  Boxty – Irlands Kartoffelklassiker mit Charakter Boxty. Ein Name, der erst mal nach etwas Rustikalem klingt. Und genau das ist er auch. Ein Gericht, das in Irland seit Jahrhunderten auf den Tisch kommt. Einfach, deftig, flexibel. Kein Hochglanz-Food-Trend, sondern ehrliche Alltagsküche mit Geschichte. Was ist Boxty eigentlich? Kurz gesagt: Boxty ist ein traditionelles irisches Kartoffelgericht, das in verschiedenen Formen zubereitet wird. Mal sieht es aus wie ein Pfannkuchen, mal wie ein gedämpftes Brot, mal wie ein gebratener Fladen. Die Basis ist immer die Kartoffel. Genauer: eine Mischung aus rohen, fein geriebenen Kartoffeln und gekochten, gestampften Kartoffeln. Dieses Duo macht Boxty so besonders – außen knusprig, innen weich und saftig. Ein oft zitierter irischer Reim fasst das recht charmant zusammen: “Boxty on the griddle, Boxty in the pan, If you can’t make boxty, You’ll never get a man.” Ob das ernst gemeint war, sei dahingestellt. Aber es zeigt: Boxty gehört...

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